Sichtbar Werden/ Wir zählen

Es geht mir so auf den Senkel, dass die Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie vernünftig verhalten haben und es immer noch tun, verstecken müssen und nicht wahrgenommen werden.

Wir werden diskriminiert, ausgelacht, Eltern werden bedroht, ihnen ihre Kinder wegzunehmen- allein aus dem Grund, weil sie sie schützen wollen vor einer Infektion mit Corona.

Familien wollen und müssen sich schützen. Sollen es sogar nach dem Grundgesetz. Müssen dafür sorgen, dass es ihnen und ihren Kindern gut geht und sie eine Zukunft haben. Haben das Recht und die Pflicht dazu (Fürsorgepflicht).

Aber in Deutschland darf man es in der Pandemie auf einmal nicht mehr? Mittlerweile fühlt es sich so an, als lebten wir in einer Art unausgesprochener Diktatur, wo niemand mehr frei ist zu wählen, wie er/sie leben will und es richtig findet, sondern sich dem Gruppendruck beugen muss: die gefühlte und suggerierte Mehrheit der Eltern findet es nicht bedrohlich, dass Kinder in einer Pandemie in volle Klassen ohne Schutz gehen müssen. Deshalb sollen ALLE es nicht schlimm finden.

Wir sollen uns dem Druck der Gruppe, der Masse beugen. Warum?????????

Haben wir nicht beigebracht bekommen, unabhängig zu denken? Kritisch zu sein? Selbst denken zu können? (Stichwort Aufklärung z.B.)

In was für einem Land leben wir?

Es wird Eltern unterstellt, ihre Kinder könnten innerhalb ihrer Familie nicht glücklich und zufrieden sein. Nicht mal für ein paar Wochen oder Monate. Dass Familien IN EINER PANDEMIE, einer existenziellen Krise ! NICHT füreinander sorgen könnten.

Als für wie unfähig wollt ihr uns noch darstellen?

Das fing letztes Jahr damit an, als die Schulen geschlossen wurden. Da wurde ein riesen Tamtam gemacht, weil die Kids mal nicht in der Sozialisierungsanstalt waren! Unfassbar.

Und gipfelt jetzt, nachdem Deutschland keine Anstalten gemacht hat, Corona konsequent zu bekämpfen, darin, dass bestimmte Gruppierungen zu der Schlussfolgerung kommen, die armen Kinder hätten nur gelitten ohne Schule oder Kita und bräuchten sie jetzt unbedingt als letzte Rettung- als würde wirklich alles, aber auch alles davon abhängen.

Und das für den Preis einer eventuellen Infektion mit Corona. Sogar dem Preis, einen Elternteil an die Krankheit zu verlieren. Was ist das hier für ein Staat, der seinen Bürger*innen nicht zutraut, unabhängig von Institutionen glücklich sein und sein Leben managen zu können???? Ich mache mir sehr ernsthaft Gedanken darüber. Was ist hier los?

Wir werden ausgegrenzt und von sozialer Teilhabe ausgeschlossen, nicht weil WIR etwas falsch machen. Sondern weil die Masstäbe die man setzt, damit Menschen sich wieder sicher treffen können, einfach viel zu niedrig für uns sind.

Vielleicht sollte man uns mal fragen, wann es wieder möglich wäre, am „normalen“ Leben normal teilzuhaben?

Welche Vorrausetzungen müssen dafür vorhanden sein?

Wann zum Beispiel würdet ihr eure Kinder wieder ohne Angst in die Schule schicken können? Wann könntet ihr euch wieder locker mit anderen treffen, ohne an eine eventuelle Infektion denken zu können? Welche Voraussetzungen brauchen wir dafür?

Wir sind so viele, aber man sieht uns nicht.

Ich würde mir wünschen, dass wir sichtbar werden und als relevanter Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden, denn das sind wir!

Wir zählen! Wir haben Rechte.

Wir sind erwachsene, mündige, aufgeklärte Menschen, die sehr wohl in der Lage sind in einer Krise die richtigen Entscheidungen zu treffen, an denen man sich sogar ein Beispiel nehmen kann!

Wir setzen Maßstäbe, wenn es unsere Regierung nicht macht. Wir haben alle das Recht dazu. Nur wir müssen es artikulieren und noch besser sichtbar machen. Und wir müssen zusammen halten.

Niemand von uns sollte sich sagen lassen müssen, dass wir verrückt, übertrieben, extrem, oder sonstwas sind. Wir sind vernünftige Menschen, die alles dafür tun, sich und andere zu schützen, Leben zu retten, für die Gemeinschaft denken und handeln. Auch, wenn man uns nicht sieht, weil wir teilweise gezwungen sind, unter dem Radar zu laufen, sind wir soziale Wesen und handeln sozialer als die meiste Politiker*innen in der Pandemie.

Das, was wir tun, schließt niemanden aus, sondern ist integrativ. Das, was man insgesamt tut, nämlich jeden zwingen zu wollen, mit dem Virus zu leben- nach all der Zeit, wo man sich nicht konsequent für eine eine Eliminationsstrategie entschieden hat- ist völlig antisozial und das Gegenteil von dem, was unsere Haltung beinhaltet.

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